Liebe Gemeinde, [1]

heilige Mikrowelle.

Herzlich Willkommen im Rabbit hole. 

Gehen wir am besten gleich rein. 

Auf dem Weg erzähle ich Ihnen vielleicht einen kleinen Moment die Präambel meiner

eignen Dystopie. 

Wissen Sie, eines Morgens bin ich aufgewacht und 

Twitter hat nicht mehr Twitter geheißen, sondern so ausgesehen wie das Kreuz auf der

Schatzkarte nach Sankt Nimmerland. Hat mich erstmal nicht viel gejukt und 

demnach nicht weiter beschäftigt wahrscheinlich hat es mich sogar so wenig gejukt, dass

ich über das Juken im ganz Allgemeinen nachgedacht habe, da hab ich dann auch

sicherlich an die Mutter Theresa gedacht [2], und da habe ich überlegt, es wird wohl jetzt

gerade in dem 

Moment auch keinen anderen gejuckt haben, oder eben vielleicht hätte es niemanden

gejuckt gehabt, wenn man gleich gekratzt hätte von vorne weg quasi. 

So to say.

Haben Sie eigentlich schon mal zwei und zwanzig Meter vertauscht? 

Mir passiert das ständig.

Warum schaut Twitter aus wie eine Pornoseite? 

Warum darf ich einen Oktopus essen aber kein Kleinkind?

Wissen Sie, ich würde mich ja gerne politisch äußern. Aber der Sandkasten, der um mich rum war, der war immer voll mit Jungs und Katzenscheiße. 

Deswegen ist die Welt heute, wie sie ist. Das habe ich mir so überlegt und Ihnen lege ich diese Überzeugung auch hin. Nehmen Sie sie gerne, wir sind jetzt nämlich angekommen.

 

 

Referenzen: 

   1. Würdig P. H., Davis R. D., Kaya M., Çelik B. [aka Sido, B-Tight, Mesut, Bektas],
      ... Hör auf zu leben, A.I.D.S - Alles ist die Sekte - Album Nr. 3, 2002, Aggro Berlin

   2. Rieger T. [aka raverresi], über das juken, Instagram, 2025

Blablabla 2, 2025
German
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